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Die gute Nachricht ist, dass Schnecken nützlich sind, dass wir sie im Altwasseraquarium brauchen. Es stellt sich also weiniger die Frage ob oder ob nicht, sondern nur die Frage welche. 

Es gibt dabei zwei "Lieblingsfeinde", weil sich diese sich besonders stark vermehren.
Das sind die 

Blasenschnecke und die Posthornschnecke

In der Regel beginnt das Problem damit, dass wir Schnecken im Aquarium haben, die eigentlich nicht gewollt waren. Das sind in der Regel Blasenschnecken. Also kommt die Frage auf, wie man sie wieder aus dem Becken bekommt. Es gibt eigentlich nur zwei Optionen:

Absammeln, das aber sofort und sehr konsequent. Wenn scheinbar alle Schnecken abgesammelt sind, dann ist damit das Problem nicht gelöst, denn ganz sicher befindet sich noch Schneckenlaich im Becken. Das bedeutet, dass man sehr aufmerksam bleibnen muss, und sofort jede Schnecke entfernen muss. 
Wenn es sich um ein größeres Becken handelt oder es bereits eine breite Population an Schnecken gibt, dann ist das ein mühsames bis aussichtsloses Unterfangen. 

Oft werden dann Fressfeinde, schneckenfressende Tiere empfohlen:

  • Prachtschmerlen:
    Prachtschmerlen werden in der Natur bis zu 30 cm groß, selbst wenn sie im Aquarium meist kleiner bleiben ist das keine Option. Es sei denn, man will sie dauerhaft halten und hat ein entsprechend großes Aquarium. das dürfte aber selten der Fall sein.Außerdem vertilgen sie nicht alle Schnecken, sondern nur die, die sie erreichen. Es hätte also nur Sinn, wenn man die Prachtschmerlen dauerhaft halten wollte und könnte.
    Prachtschmerlen unter dem Gesichtspunkt der Schneckenbekämpfung sind definitiv keine Möglichkeit.
  • Zwergkugelfische:
    Der Zwergkugelfisch scheint im ersten Moment geeigneter, aber auch der ist zum Zweck der Schneckenvernichtung nicht geeignet. Er frisst Schnecken, aber er braucht auch zwingend Schnecken, ohne wird er nicht überleben. Es wird also bald das Problem entstehen, dass zu wenig Schnecken da sind, dass eine Schneckenzucht benötigt wird. Auf der anderen Seite wird er sie auch nicht wirklich vollständig ausrotten können.

Kurzum, "Zweckfische" sind zum einen ein moralisches Mienenfeld, da dies dem Gesichtspunkt der artgerechten Haltung widerspricht, zum anderen kein taugliches Mittel. Man mag zur Moral stehen wie man will, es funktionieert nicht. Die "Nebenwirkungen" stehen in keinem vernünftigen Verhältnis zum Erfolg.

Wenn es denn Blasen- oder Posthornschnecken sind, die um keinen Preis bleiben sollen, warum auch immer, dann gibt es nur die Option sie durch andere zu ersetzen. 
Dafür kommt nur eine Schneckenart in Betracht, Allerdings gilt es dabei zu bedenken, auch diese Schnecke wird man fast ebenso schwer wieder los, wie die anderen. Allerdings hat sie zwei Vorteile:

  • Sie sieht optisch wesentlich attraktiver aus.
  • Sie vermehrt sich wesentlich langsamer und wird eigentlich nicht zur Plage.

Raubturmdeckelschnecken fressen andere Schnecken. Es dauert eine Weile bis sie alle anderen ausgerottet haben, aber sie schaffen es zuverlässig. 
Das bedeutet aber auch, dass man sie nicht mit irgendeiner anderen Schneckenart zusammen halten kann. Hat man solche Schnecken einmal im Becken erfüllen sie alle Aufgaben die man von Schnecken erwartet, aber sie nehmen auch die Möglichkeit andere Schnecken zu halten. Das auch suf Dauer, denn auch diese Schnecken sind nur schwer wieder aus den Aquarium heraus zu bekommen.             Wenn man Pflanzen auf Tauschbörsen anbieten will, dann sollte man keine Raubturmdeckelschnecken (Clea Helena) im Becken haben. Man kann dem Erwerber nicht garantieren, dass die Pflanzen keinen Laich dieser Tiere enthalten. Es besteht also ein hohes Risiko dem Erwerber der Pflanzen ungewollt erheblichen Schaden zuzufügen, wenn dieser andere Schnecken im Becken hat.